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  In Gedenken 16.12.2018 20:06 (UTC)
   
 







(HAZ Februar 2007)

Der gute Mann mit der Tafel

Peter Neubauer stirbt zwei Tage nach seinem 56. Geburtstag

Die „Roten“ waren sein Leben

Am Freitag war alles noch wie immer. Ein Heimspiel von Hannover 96, und wie in vier Jahrzehnten mit Heimspielen der „Roten“ stand am Rand des Rasens der Mann, den alle als den „Tafelmann“ kannten. Peter Neubauer zeigte die Ein- und Auswechslungen an, so hatte er das immer gemacht, früher im Niedersachsen-Stadion und jetzt in der AWD-Arena. Früher mit einer Tafel, auf der er die Nummern mit der Hand umklappen musste, seit ein paar Jahren mit einer elektronischen Tafel.
Bis zwei Uhr morgens blieb er im Stadion, diskutierte mit Freunden über das 2:2 gegen Wolfsburg und fuhr dann, wie immer noch ein bisschen aufgewühlt, nach Hause. Am nächsten Morgen hörte das Herz des Tafelmanns plötzlich auf zu schlagen, die Ärzte in der Medizinischen Hochschule konnten Peter Neubauer nicht mehr helfen: Er starb zwei Tage nach seinem 56. Geburtstag.

Wenn Hannover 96 am 24. Februar gegen Borussia Dortmund spielt, dann wird Neubauers Stuhl im Stadion leer bleiben. Es wird etwas fehlen, vor allem: Er wird fehlen. Ein Spiel der „Roten“ ohne den Tafelmann, das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Er gehörte einfach dazu, und er hat in den 40 Jahren mehr für seinen Verein getan als viele, viele Profis, die kamen und gingen. Es gibt gegnerische Spieler und Trainer, die sind im Laufe der Jahre jede Saison nach Hannover gekommen, manchmal für den Verein X als Profi und den Verein Y als Coach. Sie konnten sich darauf verlassen, dass der Mann mit dem markanten Bart immer da war, sie begrüßte – und ihnen hinterher meistens ein Trikot abluchste.

Als Franz Beckenbauer einmal nach mehreren Jahren Pause wieder in Hannover war und den Tafelmann sah, begrüßte er ihn mit den Worten: „Na, du bist ja immer noch da.“
Man sagt den Satz „Der Verein war sein Leben“ oft so dahin, manchmal ist er nicht mehr als eine Floskel. Bei Neubauer stimmte jedes Wort. Er brauchte diesen Verein, für den er in der Jugend als Torwart gespielt hat.

Als er im November 2005 kurz vor einem Spiel gegen Mainz in der AWD-Arena mit Herzrhythmusstörungen zusammengebrochen war und ins Vinzenz-Krankenhaus eingeliefert werden musste, da dachte er nicht zuerst an sich, sondern an 96 und wer denn jetzt den Schiedsrichtern eine Tafel Schokolade geben würde. „96 ist meine Liebe“, hat er einmal gesagt, und er hat darunter gelitten, wenn diese Liebe mal nicht erwidert wurde, wenn ein Dankeschön ausblieb oder ein Geburtstag vergessen wurde. Darüber beschwert hätte er sich freilich nie.

Ein brutaler Überfall 1998 in den Herrenhäuser Gärten hatte sein Leben verändert. Neubauer war von vier Skinheads zusammengeschlagen worden; Angst war danach ein ständiger Begleiter dieses herzensguten Menschen, der noch so viel vorhatte: ein Buch schreiben über die kleinen und großen Geschichten, die man am Spielfeldrand hört, eine Fußball-Ausstellung machen. Wenn er davon erzählte, dann leuchteten seine Augen.

Die Rolle des Tafelmanns wird bei Hannover 96 nicht mehr besetzt werden. So wie die Nummer 10 nach dem Tod eines großen Spielmachers nicht mehr vergeben wird. Es ist eine würdige Form, sich auch künftig an Peter Neubauer zu erinnern.

Text: Heiko Rehberg/Hannoversche-Allgemeine-Zeitung


 

Der 96-Tafelmann ist tot.

Peter Neubauer starb an Herzversagen.

HANNOVER. Es ist ein Schock für alle, die ihn kannten. Noch am Freitag stand Peter Neubauer auf dem Platz, den er am liebsten nie verlassen hätte – am Spielfeldrand, mit der Tafel in der Hand. So kannte ihn Fußball-Deutschland, so mochten ihn Spieler, Trainer und Fans.
Wolfsburgs Star Marcelinho war am Freitagabend der Letzte, der mit ihm fotografiert wurde. Bis etwa 2.30 Uhr blieb Neubauer im VIP-Bereich. „Er ist mit dem Fahrrad nach Hause gefahren“, weiß Oliver Vosshage.
Am Sonnabendmittag rief Neubauer bei ihm an. „Mir gehts nicht so gut, kannst du vorbeikommen?“ Sein Freund fuhr sofort in die Wohnung in die Nordstadt.
„In der Küche ist er weggesackt“, berichtet Vosshage. Er versuchte „mit Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung“ seinem Freund das Leben zu retten.
Um 15.02 Uhr rief Vosshage den Notdienst. Die Helfer kämpften 30 Minuten in der Wohnung, schließlich transportierten sie Neubauer in die MHH. „Dort haben sie ihn noch eineinhalb Stunden künstlich am Leben erhalten“, berichtet Vosshage.
Kurz vor 17 Uhr „war aber klar, dass er keine Chance mehr hatte, Peter ist in meinen Armen gestorben“.
Ein tragischer Tod – zwei Tage nach seinem 56. Geburtstag. Für gestern war eine Feier im Ristorante Alberto in der Nordstadt geplant.
Er hatte sich auch erhofft, dass 96 beim Spiel gegen Wolfsburg in der Arena seinen Ehrentag würdigt. Eine Durchsage zur Halbzeit wäre nicht zu viel verlangt gewesen. Der Applaus wäre ihm sicher gewesen. Man hätte dem Mann, der das 96-Lied verkörperte wie kein anderer (96, alte Liebe) eine Riesenfreude bereitet – mit einfachsten Mitteln. 41 Jahre stand Neubauer an der Linie.
96-Chef Martin Kind hätte mehr Fingerspitzengefühl von den Mitarbeitern erwartet. „Tief betroffen“, zeigte sich Kind vom Tod. Fredi Bobic ist „sehr traurig, Hannover hat eine Institution verloren“. Schalke-Trainer Mirko Slomka hat „diese Nachricht sehr erschüttert. Hannover hat ein Urgestein verloren.“
96-Trainer Dieter Hecking „kanns nicht fassen“, hat er doch „mit Peter am Freitag noch ein Bier auf seinen Geburtstag getrunken“. Hecking ist traurig: „Peter hinterlässt eine Riesenlücke.“

Text : Andreas Willeke/Neue-Presse-Hannover

Hannovers "Tafelmann" ist tot !

Und noch ein ganz besonderer Mitarbeiter der Bundesliga: "Tafelmann" Peter Neubauer war einer der Menschen, die immer im Hintergrund bleiben und doch die Bundesliga erst möglich machen. Neubauer ist am Samstag im Alter von 56 Jahren verstorben, meldet Hannover 96.

(Süddeutsche Zeitung)

Abschied vom Tafelmann

Mit einer bewegenden Trauerfeier nahm Hannovers Sport gestern Abschied von einer Kultfigur. „Tafelmann“ Peter Neubauer war am Tag nach dem 96-Spiel gegen Wolfsburg mit 56 Jahren an Herzversagen gestorben.

400 aus Hannovers Sport trauern um Neubauer

 

HANNOVER. Zehn Altarkerzen hüllten den braunen Sarg in weiches Licht, 15 Kränze schmückten die große Kapelle des Friedhofes Lahe. Von Neubauers Mutter Anna, von Freunden, von Arminia, dem Bundesligateam der Roten. „Peter, wir werden Dich vermissen“, hatte Hannover 96 als letzten Gruß für seinen Tafelmann draufgeschrieben.

Die 200 Plätze reichten nicht aus, fast 400 wollten Abschied nehmen von einem Mann, der durch 41 Jahre am Spielfeldrand zur Kultfigur geworden war. Der 49 Trainer und zwölf Präsidenten erlebt und sich von einem brutalen Überfall 1997 nie mehr richtig erholt hatte. Die komplette Mannschaft samt Klubchef Martin Kind war gekommen, NFV-Direktor Bastian Hellberg, Arminia-Präsident Jürgen Scholz, Indians-Boss Horst Werk mit den Profis Roman Kondelik, Michael Dahms, Dennis Meyer. Dass Neubauer auch außerhalb von Stadien viele Freunde hatte, bewies die Anwesenheit von Herrenhäuser-Brauerei-Chef Manfred Middendorf, Teestübchen-Chef Günther Bohnecke, Alberto-Chef Paolo Bragagna, Flughafen-Sprecher Sönke Jacobsen.

„Der Tafelmann hält sein Schild nicht mehr hoch“, sagte Pastor Peter Gundlack von der Lutherkirche, der Neubauer einfühlsam beschrieb. Als „Genie im Organisieren“, als verlässlich, zurückhaltend, als einen „der gerne gab und gerne gebraucht wurde“.

Der „seine Tafel wie einen Schatz hütete“ und „stolz auf die Begegnungen mit so vielen berühmten Persönlichkeiten war“. Neubauer mit Beckenbauer, Völler, Matthäus, André Heller, Bernhard Paul, Erik Zabel – Foto-Erinnerungen erschienen auf einer Leinwand, als die frühere TuS-Celle-Präsidentin Brigitte Friedrich für Peters Freunde versprach, Neubauers größten Wunsch zu erfüllen. „Er hat eine Ausstellung mit Erinnerungen an seine 41 Jahre Fußball geplant, wir werden sie realisieren.“

„Er fehlt“, sagte 96-Idol Carsten Linke hinterher, „wie sehr, das werden wir wohl erst Sonnabend beim Dortmund-Spiel merken.“

Text :
CHRISTOPH DANNOWSKI/Neue-Presse


Peter Neubauer verstorben !

Ein Stück hannoversche Fußballtradition verstarb am Samstagnachmittag mit nur 56 Jahren vollkommen unerwartet in den Gebäuden der MHH.
Peter Neubauer arbeitete seit Jahren, davon eine lange Zeit ehrenamtlich, an der Seitenlinie im Niedersachsenstadion. Er agierte als Tafelmann, der alle anstehenden Wechsel, die Nachspielzeit und Torschützen anzeigte. Zudem galt er als rechte Hand des Schiedsrichters.
Peter Neubauer hatte in in den letzten Jahren ein Leben, was man so keinem wünscht. Viele physische, sowie psychische Probleme gestalteten seinen Alltag als alles andere als leicht. Nicht zuletzt deswegen, war die Arbeit für den Verein für Peter immer etwas ganz besonderes und vor allem eine gekommene Abwechslung.
Mit Peter Neubauer geht ein Stück Hannover von uns.
Wir traurern mit allen Angehörigen und Freunden Peters und werden seinen Verdienst für den Hannoverschen Sportverein ewig in Gedanken halten!

40 Jahre an der Linie, 40 Jahre an der Leine, ewig ein Roter!


(Aus Forum Hannover96)




 
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